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[geschichte und restauration la belle epoque]

GESCHICHTE VON LA BELLE EPOQUE

 

 

 

 

 

La Belle Epoque

 

Technische Daten

 

 

 

 

1976-78 wurde die 13,2m Stahlyacht nach Schröter Design von einer norddeutschen Familie im Eigenbau geschweißt. Auf der damalig größten in Eigenbau gefertigten Yacht im norddeutschen Raum unternamen die beiden Brüder und der Vater ausgedehnte Reisen bis rauf nach Norwegen. Später wurde LA BELLE EPOQUE verkauft und übers Flusssystem nach Stuttgart gesegelt, wo sie Jahre an Land verbrachte und auf ihre Restauration wartete. Auf der Suche nach einer geeigneten Blauwasseryacht stießen wir schließlich über eine Zeitungs-Annonce auf den Stahlsegler. LA BELLE EOPQUE befand sich zu dieser Zeit in einem bereits stark verwitterten Zustand. Teile der Inneneinrichtung waren in der Zwischenzeit demontiert worden und Rost hatte bereits ein vernichtendes Werk vollbracht. Schnell einigten wir uns mit dem netten Vorbesitzer über den Kaufpreis und wenige Wochen später wurde die Yacht per Schwertransport nach Österreich transportiert.

Ihr neuer Platz sollte während der folgenden Jahre hinter unserem Bauernhaus sein, wo sie unter einem Flugdach restauriert und umgebaut wurde.

 

 

DIE RESTAURATION VON 2005 bis 2008

Da Bilder manchmal mehr sagen als Worte, zeige ich hier unsere Restaurationsarbeit als kleine Bildgeschichte...

 

Ein aufregender Tag, LA BELLE EPOQUE gehört nun uns und wird verladen!

Da sie die letzen Jahre in einem Hinterhof verbracht hatte, benötigen wir einen Kran mit 70m Ausleger, um das Schifferl über zwei Häuser fliegen zu lassen. Zum Glück kannte der Vorbesitzer eine verlässliche Firma für die Kranung und half uns großartig. Ein großes Danke an Wolfgang nochmal!

Flugübungen

LA BELLE EPOQUE auf ihren neuen Platz hinter unsrem Haus. Nun wurde erst einmal ausgiebig rostgeklopft, um die Schäden am Schifferl ordentlich zu sehen.

Eine Durchrostung am Rumpf. Wasser hatte sich an einem Spant gesammelt und so war LA BELLE EPOQUE hier von innen nach außen durchgerostet. Wir hatten die Stelle bereits vor Kauf gesehen und davon gewußt. Toll jedoch war, dass der Rumpf an keiner weiteren Stelle ernsthaft verrostet war.

Auch das Deck hatte schon bessere Zeiten gesehen. Doch auch hier: keine bösen Überraschungen. Wie es aussah, war LA BELLE ein "ehrliches" Schifferl, die Problemstellen hatten wir bereits beim Kauf gesehen und die Roststellen an Deck waren nicht bedenklich.

Auch innen sah LA BELLE einigermaßen wüst aus...

Der Grauwassertank im Rumpf musste sandgestrahlt werden. In Zukunft würden wir einen Edelstahltank für Schmutzwasser verwenden.

Hinterm Styropor waren die Bordwände in einwandfreiem Zustand.

Überall, wo an Deck Wasser vom Abfließen gehindert wurde, war das Schifferl rostig.

Zuerst musste einmal das Loch im Rumpf geschweißt werden.

Mit dem Plasmaschneider schnitt Jürgen den geschwächten Stahl heraus um neue Platten einzuschweißen.

Für uns war klar, dass wir ein Steuerhaus aufs Schifferl wollten, und schon gings los. Hier stehen bereits die ersten Spanten fürs Deckshaus.

Mit dem Plasmaschneider konnten die Platten fürs Deckshaus geschnitten werden.

Sauberes und verzugfreies Ergebnis.

Und schon kann man den Aufbau erkennen.

Noch ein paar Schleifarbeiten und fertig

Ohne Reling am Schifferl zu arbeiten ist zu gefährlich, und nachdem Jürgen beinahe überbord gegangen wäre, machen wir uns gleich and die Arbeit.

Nicht immer waren die Schweißarbeiten einfach...

Fertig zum Sandstrahlen...

Knappe drei Wochen verbrachten wir mit Sandstrahlen und Streichen. Unser Urlaub auf der Yacht...

LA BELLE EPOQUE sollte 8 bis 9 mal gestrichen werden und so gingen über 400kg Farbe auf.

Endlich lässt sich das Schifferl als schöne Dame erkennen.

Und auch das Deck ist fertig sandgestrahlt.

Wochenlange Streicharbeiten

LA BELLE EPOQUE bekommt ihren schönen alten Namen wieder.

Im neuen Kleid

Nun gehts erst einmal innen weiter. Flexen, schweißen, sandstrahlen.

Auch der Motor muss raus, damit wir ihn überholen können.

Unterm Motor fand sich die einzige böse Überraschung, die LA BELLE für uns bereit hielt: das Ballastgewicht aus Stahlbeton war voll mit Wasser und musste raus. Zum Glück war keine Luft dazugekommen, der Stahl darunter war wie neu und kein Rost war zu finden.

Noch mehr Schleifarbeiten

Nachdem der Stahl im Kielbereich neu gestrichen war, füllten wie das Gewicht wieder ein. Diesesmal verzichteten wir auf Beton und gossen Blei.

Die Arbeit nach unzähligen Stunden schleifen, entfetten und streichen konnte sich sehen lassen ;-)

Konserviert!

Nach einem Treffen mit dem Erbauer des Schifferls war uns endgültig klar: der Dieseltank musste aufgeschnitten und gereinigt werden. Gesagt - getan!

Einbau der Welle

10mm Polycabonatscheiben sollten in Zukunft auch etwas Wellenschlag aushalten können.

Und los gehts mit der Innenauskleidung. Aus 4mm Birkensperrholz AW100 werden die mit Styrodur isolierten Wende verkleidet, die Möbel selbst werden aus 9mm wasserfest verleimten Birkensperrholz und Eichenvollholz gebaut. Alles in Eigenleistung, versteht sich.

Die Tischlerarbeiten machen freude, abends sieht man großartige Ergebnisse. Hier ist die Gästekabine zu sehen.

Auch der Nassraum wird immer schöner. Wir verzichten absichtlich auf eine Dusche.

Die Aufteilung der Eignerkabine wird langsam sichtbar.

Als Heizung und alternativ zum Kochen wird der Dickinson Dieselofen kartanisch eingebaut.

Den Salontisch aus Eiche ziehren alte Weltkarten

Und schon kann man die gemütliche Sitzecke erkennen.

Im Deckshaus sowie im restlichen Schifferl verlegen wir ein Stabdeck aus Eiche.

Hier entsteht der Steuer- und Navigationsplatz im Schifferl.

Und auch das Schiebeluk ist bereits fertig.

Die Stabdeckböden im Schifferl entstehen

Auch die Pantrie sieht schon recht praktisch aus.

Die Toilette kann je nach Bedarf in den Tank oder gleich nach draußen entleert werden.

Stabile Haltegriffe werden uberall im Boot montiert.

Auch in der Heckkoje ist der Eichenboden fertig.

Der Kleiderkasten in der Heckkoje.

Das Steuerhaus wird das Kontrollzentrum der Yacht.

Die Pantrie mit neuem Eichenboden.

Yuhuu, die Eignerkabine ist fertig!

Sieht ja schon ganz gemütlich aus...

Auch die Toilette ist geschafft!

In der Zwischenzeit ist wieder Winter in Österreih eingebrochen...

...weshalb es gut ist, dass nun auch der Dieselofen fertig angeschlossen ist!

Und die Sitzecke neben den Ofen schon zum gemütlichen Verweilen einladet.

Noch ein paar Holzarbeiten...

Und schon ist der Salon fertiggestellt.

Hier eine Luke mit offener Sturmschote, die bei Schlechtwetter oder wenn das Boot von uns alleine gelassen wir, schnell geschlossen werden kann.

Weiter gehts bei der Technik: Jürgen schließst das Wassersystem an

Über ein Ventiel gehts in zwei voneinander getrennte Wassertanks, über ein zweites wird das Trinkwasser schließlich per Fußpumpe durch einen Kohlefilter zur Abwasch gepumpt.

Während Jürgen die Tagestanks einbaut und den Motor instandsetzt...

...mache ich mich an die Verkabelung im Steuerhaus!

OK, ich geb mich geschlagen, eine neue Sicherungspanele musste her und so hab ich gleich eine gemacht, mit Blümchen rauf und alles was so dazugehört ;-)

Armer Jürgen - er gilt schon fast als verschollen im Motorraum, aber wie man sieht ist die Kielkühlung schon angeschlossen

Unsre Batteriebänke

Fast fertig!

Nun wird unterm Schifferl ausgegraben - die letzen Stellen müssen entrostet werden

Antifouing

Das Dach wird abgerissen

... und La Belle Epoque ist schon fast bereit für den Transport!

Die letze Wäsche hinterm Haus...

Der Transport zur Donau wird vorbereitet!

Der Tag zurück ins Wasser ist gekommen!

Nach langjähriger Arbeit gehts in die Donau

La Belle Epoque geht baden!

Der Magnetkompass fordert einen neuen Steuerstand

Die Masten werden zur Probe gestellt

...mit Hilfe des Krans vom Nachbarschiff

Endlich ein Segelboot!

Probesegeln auf der Donau!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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